|
Theorie in der Hundeausbildung ist ein sehr wichtige Bestandteil, wir müssen ja wissen was wir tun mit unsere Vier-Beiner. Wenn sie fragen haben zu Ausbildung, Ausbildungsmethoden oder Theoris können sie gerne Kontakt mit mir aufnehmen.
Ausbildung ist auch sehr wichtig für den image des Hundes und Hundebesitzer oder haben sie schon gehört das jemand sagt: "Oh wie schön, schau mal wie er an die Leine ziehen kann" oder "Danke das sie ihr Hund beigebracht hat das er an Menschen hochspringt, ich musste eh mein Sonntagsmantel in der Reinigung bringen", eher nicht.
Der anwort "Ich kann nichts gegen machen er ist sooo kräftig" oder "Ja, er ist halt ein liebe kerl und er mag so gerne Menschen" zieht nicht!
Die folgen von nicht ausgebildete Hunden können teilweise horrend sein! Der Hundeführer der überall hingezogen wird bekommt es mit Ellbogen, Schulter und Rückenproblem zu tun, der Hundeführer der es zulässt das sein Hund an Menschen hochspringt bekommt es nicht nur mt ein Reinigungs Rechnung zu tun sondern unter umständen auch mit Polizei, Rechtsanwalt und Gericht, ganz zu schweigen von der Krankenhaus Rechnung. Der Hundehalter der sein hund laufen und wildern lässt kann unter ungunstige umständen mit ein 7,62mm Bleivergiftung seines Hundes dank Jäger zu tun haben. Sie meine das ich übertreibe? Schau mal folgende Links an: Radler | Haften | Umgerannt | Urteile
Soll heissen: Hunde richtig ausbilden.
nach oben
Neue Ausbildungsmethoden sind wie Italiänische Mode, die kommen und gehen mit eine erstaunliche Regelmässigkeit, ein paar Anhänger bleiben natürlich und propagieren "ihre" methode als das non-plus ultra, teilweise mit Kult ähnliche status. Der einzige methode was nicht weg geht und wirklich immer funktioniert ist eine Konsequente (nicht zu verwechseln mit härte!) umgang und Ausbildung nach dem Motto: "Ein Hund ist alles erlaubt was du ihm nicht verbietest!".
Hund sind ähnlich wie Menschen, wenn ohne gewisse attribute wie gewissen, Zeitgefühl und auch wenn sie es nicht hören wollen: Liebe, repekt ja, aber nicht liebe. Hunde sind auch nicht in der Lager sachen mit absicht zu machen. Hunde werden von manche leute ein intelligenz zugesprochen der Menschen ähnelt, oder zum teil übertrifft. Es ist nicht so, ja Hunde sind intelligent aber es ist ein HUNDE Intelligenz und KEIN Menschliche Intelligenz.
Wir haben nunmehr ein emotionale Bindung an unsere Hunde und das ist auch gut so, leider hindert dieses gefühl bei vielen deren Hunde eine vernunftige Ausbildung zu ermöglichen.
Jeder Hund ist anders, nicht nur vom aussehen sondern auch vom gemüt her, manche vertragen härte ander nicht, und von daher müssen wir bei jeder Hund anders vorgehen, wir müssen versuchen unsere eigene Ausbildungsbuch zu schreiben, extra zugeschnitten fur unsere eigene Hunde.
Obwohl die grundsätze bleiben versuch ich bei jeder Hund etwas anders vorzugehen.
nach oben
Schauen wir uns jetzt an wie der Hundeausbildung sich entwickelt hat:
Obwohl Leute seit jahren Hunde ausgebildet hatten, wusste kein recht wie ein Hund eigentlich "funktioniert", und dann kam Pavlov mit sein Theorie von "Konditionieten Reflex" Sie wissen ja, der sache mit Futter, Glocke und Sabbern. Hier ist ein auszug aus "Classical Conditioning":
"Die klassische Konditionierung ist als eine begründete Theorie vom russischen Physiologen Iwan Petrowitch Pawlow auf den Weg gebracht worden. Sie besagt, dass einem natürlichen, meist angeborenen, unbedingten Reflex künstlich ein neuer, bedingter Reflex hinzugefügt werden kann. Dabei muss ein unkonditionierter Reiz (unconditioned stimulus, kurz UCS) gegeben sein, der als Reflex eine unkonditionierte Reaktion (UCR) auslöst. Bietet man nun vor dem UCS mehrfach einen bislang neutralen Reiz (NS) dar, so wird letzterer zum konditionierten Reiz (CS). Er löst nun ebenfalls eine Reflexreaktion (die konditionierte Reaktion CR) aus, die der unkonditionierten Reaktion UCR meist sehr ähnlich ist.
Die Konditionierung funktioniert meist besser, wenn der neutrale und der unbedingte Reiz kurz aufeinander folgen. In manchen Fällen funktioniert die Konditionierung aber auch, wenn Stunden zwischen beiden Reizen liegen (z. B. Assoziation einer Übelkeitsreaktion mit dem Geschmack von Blaubeeren, weil man am Abend zuvor zufällig Blaubeeren gegessen hat). Entscheidend für die Konditionierung ist jedoch die Kontingenz zwischen CS und US: Die CR wird quasi nur dann ausgebildet, wenn der CS einen Signalcharakter bekommt, da er mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit den US vorhersagt."
| 1) unconditional stimulus |
 |
unconditional stimulus |
| » food |
» salivation |
| |
|
| |
|
| 2) neutral stimulus |
 |
|
| » tone |
|
| |
|
| 3) repeated combination / pairing |
 |
conditional / conditioned response |
| » tone / food |
» salivation |
| » sirens / books / flowers / electric shocks |
» fear / pain |
| |
|
| 4) conditional stimulus |
 |
conditioned response |
| » tone |
» salivation |
| » books and flowers |
» fear |
 |
mehr dazu können sie hier lesen.
nach oben
und dann kam Mr. B.F. Skinner mit sein Theorie von Operantes Lernen :
Die Grundüberlegung des operanten Lernens ist, dass ein Verhaltensmuster durch positive Konsequenzen (Belohnung) verstärkt und durch negative Konsequenzen (Bestrafung) abgeschwächt wird. Es handelt sich also im ein Lernen nach dem Verstärkungsprinzip.
Auf ein bestimmtes Verhalten folgt eine Konsequenz und diese positive bzw. negative Konsequenz gilt als Stimulus das gleich Verhalten bei einer vergleichbaren Situation erneut anzuwenden oder davon Abstand zu nehmen.
Der eigentliche Unterschied zum Konditionieren nach Pawlow liegt darin, dass der Reiz erst nach der Reaktion. Um dies zu verstehen, muss man sich vorstellen, wie das Lernen in diesem Fall abläuft. Jemand hatte mehrere Möglichkeiten ein bestimmtes Problem zu lösen. Nun wendet er ein Verhaltensmöglichkeit an und erst nach dessen Abschluss , sieht er die Konsequenzen seines Handelns (Reaktion) und leitet aus dem Erfolg / Misserfolg den Reiz ab. Den Reiz ableiten heißt in diesem Sinne, ob sich das Individuum darin bestärkt sieht, selbiges Verhalten in einer vergleichbaren Situation erneut anzuwenden. Bei Skinner wird die Reaktion ein Instrument zur Erreichung des Erfolgs. Weiterhin ist das Individuum im Gegensatz zum klassischen Konditionieren nach Pawlow in einer aktiven Rolle, es muss alternative Lösungen ausprobieren und erhält die Verstärkung erst nach gezeigter Reaktion.
Wer hierzu noch meh lesen möchte, klicken Sie hier.
nach oben
Und? was bedeutet das ganze für die Hundeausbildung? ganz einfach: Sie möchten das Ihr Hund das "Sitz" kommando lernt:
1) Sie sagen "Sitz" und halten ein Leckerli hoch, der Hund setzt sich und bekommt seine Belohnung.
2) Sie warten bis der Hund sich freiwillig setzt, als er sich hinsetzt sagen sie "Sitz" und der Hund bekommt seine Belohnung.
Ganz einfach, oder? Egal welche methode Sie anwenden MÜSSEN sie konsequent vorgehen, JEDESMAL wenn der Hund sich setzt, gibt es ein "Sitz" und ein Leckerli. Bei der Methode 2 warten wir auf den Zufall und müssen den Hund immer im Auge behalten sonst setzt er sich ohne das wir es gesehen haben und dann gibt es kein Befehl und kein leckerli, ergo miserfolg Ich bevorzüge eher eine Mischung aus beiden Methoden wobei der erste der Überwiegende teil ausmacht.
nach oben
Kommandos
Bevor wir mit der Ausbildung anfangen sollten wir uns klar machen welche Befehle/Kommandos wir benutzten wollen und "Hey Arco, kommt bitte zurück" ist kein Befehl ;-) ebensowenig wie mit die Beine stampfen (Hausfrauenstomp) :-O
Schauen wir jetzt an welche Art von Kommandos den es gibt:
- Verbale
- Akustisch
- Visuelle
Verbale Kommandos
Verbale Kommandos sollten nach der Regel: "So wenig wie möglich, so viel wie nötig" ausgesucht werden, am besten kurz und knapp (einsilbig) sein. z.B.
- Sitz / Stop (Wichtigste Befehl)
- Platz / Down
- Fuß
- Komm / Hier (meist, vom Hund, ignorierte Befehl)
- Nein (meist benutzte / missbrauchte Befehl)
natürlich wenn wir weiter mit der Ausbildung machen wollen, egal in welche Richtung wir Ausbilden wollen, kommen Befehle hinzu aber für den Anfang reichen die oberen 5 Kommandos plus:
Akustische Kommandos
Akustische Kommandos werden mit eine Pfeife gegeben, hier reichen 2 Kommandos obwohl unter den Jägern gibt es zusätlich ein kommando mit der Trillerpfeife: "Ins Platz Trillern" (was ich persönlich für unnötig halte):
- Sitz / Stop - Ein lange Pfiff
- Komm / Hier - Mehrmallige kurze Doppelpfiffe
- Down / Platz (Triller) - Ein lang ausgedehnte Pfiff mit der Trillerpfeife
auch hier wenn wir weiter ausbilden wollen können weitere akustische Befehle zu unser repertoire hinzugefügt werden.
Visuelle Kommandos
- Sitz / Stop - Arm gestreckt nach oben, handfläche offen in Richtung Hund
- Komm / Hier - Beide arme zur seite gestreckt
- Down / Platz - Arm von der "Sitz Befehl" position nach unten bewegen.
wieder können weiter visuelle Befehle hinzugefügt werden, was bei den Arbeitende Retriever Führer ein absolute Notwendigkeit ist.
nach oben
|